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Märchen für große Buben: Liebe schmerzt, Berg ruft

Lexikon | aus FALTER 34/13 vom 21.08.2013

Zuletzt hat es fast so ausgesehen, als wären seine besten Zeiten vorbei. Mit seinem Roman "Lisa" (2011), einer halbgaren Mischung aus nicht sehr furchterregendem Horror und Brachialhumor, hat sich Thomas Glavinic ein Eigentor geschossen. Überhaupt gibt es kaum einen zweiten Autor, bei dem die Qualität derartig schwankt. Ja, es scheint, Glavinic muss immer wieder mal schlechte Bücher schreiben, um dann wieder gute hinzubekommen. Aktuell darf man sich freuen: Mit "Das größere Wunder" legt der in Wien lebende Grazer ein ordentliches 500-Seiten-Ding hin. Die Mann-ist-traurig-verliebt-und-besteigt-den-Everest-Geschichte ist im Prinzip ein Märchen für große Buben, aber sie zieht einen in ihren Bann. Buchpremiere zum Abschluss des Literaturfests O-Töne. Moderation: Werner Krause. (Bei Schlechtwetter im Quartier21.) SF

Museumsquartier, Haupthof, Do 20.30


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