Seinesgleichen geschieht  Der Kommentar des Chefredakteurs

Kanzlerduell. Das geschwätzigste Schweigen seit Erfindung der Sprache

Falter & Meinung | Armin Thurnher | aus FALTER 35/13 vom 28.08.2013

A ch Mediengesellschaft, dir entrinnt man nicht. Das Kanzlerduell brach über mich herein. Wie ein Naturereignis, aber es war ein Kunstereignis. Der Eager-Beaver-Privat-TV-Sender Puls 4 hatte alles bestens vorbereitet. Alles war so, wie man es macht, es triefte vor Richtigkeit, alle nahmen sich unglaublich ernst.

Der gute alte Peter Rabl (nichts gegen ihn, er kann wenigstens grimmig schauen und so tun, als frage er böse; außerdem trägt er seinen Narzissmus nicht als Banner vor sich her, sondern nur geballt im Hosensack) mit der feschen jungen Corinna Milborn und deren feschen Kolleginnen (nichts gegen die, sie gehen ganz auf in ihrem Sie-selber-Sein, ihrem Medienpersonsein), mit einem Publikum, das (ganz verzückt von der Chance auf fünf Sekunden Prominenz) Fragen apportierte, mit Werbeunterbrechungen, mit Experten, damit sich der kleine Mann am Schirm nicht übermäßig den Kopf darüber zerbrechen muss, wie er das findet, was er gerade sieht.

Der Eager-Beaver-Sender zeigte: Wir bemühen


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