Die Schule ist auf dem   richtigen Weg

Falter & Meinung | Gastkommentar: Gerda Reissner | aus FALTER 35/13 vom 28.08.2013

In den letzten 34 Jahren hat sich die Schule massiv verbessert. Was bräuchten engagierte Lehrer jetzt?

Zu Beginn meiner Unterrichts-tätigkeit, im Jahr 1979, waren Lehrerinnen und Lehrer Einzelkämpfer. Die Klassentüre war fest geschlossen, selbst das Tafelbild hielt man vor den Augen anderer fern. Frontalunterricht herrschte vor und die Friedhofsruhe in den Klassen wurde als Qualitätsmerkmal gewertet.

Damals hatten junge Lehrerinnen wie ich wenig Chancen, Neues auszuprobieren. Und tat man es doch, wurden man bald von der Schulleitung oder älteren Kolleginnen und Kollegen zurechtgestutzt. Der Lautstärkepegel in meinen Klassen, den man heute als normalen Arbeitslärm bezeichnen würde, war stets ein Grund zur Aufregung. Eine fassungslose Direktorin sprach von "anarchischen“ Szenen, als sie die Kinder in meinem Unterricht bei Rollenspielen beobachtete.

Anfang der 1990er-Jahre begann dann aber ein frischer Wind im Schulbereich zu wehen. Zwar konnte sich die Politik nicht zu großen politischen


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