Der privatisierte Nebbich

Politik | Bericht: Wolfgang Zwander | aus FALTER 35/13 vom 28.08.2013

Zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen ist das Innen-ministerium in einen Immobilien-skandal verwickelt - und schweigt

Unweit des Hauseingangs Stromstraße 18-20 hat jemand "Anarchie in Wien“ an die Wand gesprayt. Der unbekannte Sprayer konnte nicht wissen, dass sein Graffito im laufenden Nationalratswahlkampf eine ganz neue Bedeutung erhalten sollte. Geht es nämlich nach den Grünen und ihrer Aufdeckerin Gabriela Moser, dann ist die Immobilie Stromstraße 18-20 nicht nur ein Sinnbild für Korruption und ÖVP-Freunderlwirtschaft, sondern auch für Willkür und gesetzlose Zustände im Innenministerium.

Die schweren Anschuldigungen, die die Grünen Ende vergangener Woche gegen das Innenministerium erhoben, haben einen konkreten Grund. Oder besser gesagt: zwei Gründe, auf denen jeweils eine Wohnanlage steht, die im Besitz des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) waren und 2008 privatisiert wurden.

Der ÖIF ist im Innenministerium angesiedelt und soll, wie es der Name schon sagt, die


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