Der Autozulieferer, der ein Rachmaninoff geworden wäre

Rezension: Norbert Mappes-Niediek | Politik | aus FALTER 35/13 vom 28.08.2013

Neo-Politiker Frank Stronach schrieb eine überraschend authentische Autobiografie - die man nur nicht als Ratgeber missverstehen darf

In Kitchener in der Provinz Ontario wollte der junge Franz Strohsack sich als Balljunge auf einem Golfplatz verdingen. Er fand aber keinen, und zwar weil Golfplätze in Kanada eben nicht an den Busrouten lagen, von denen er Ausschau hielt.

Solche Geschichtchen über kleine jugendliche Dummheiten haben alle erfolgreichen Amerikaner in petto; man nennt sie "making experience“. Bemerkenswert aber ist bei Stronach das Fazit. "Ich war damals jung und ziemlich sportlich“, schließt er seine kleine Erzählung, "und frage mich heute, ob ich wohl ein Golfprofi geworden wäre, hätte ich den Golfplatz gefunden.“

Es ist ein wiederkehrendes Muster. Hätte der Junge aus der Barackensiedlung bei Weiz Klavier spielen gelernt, wäre ein Rachmaninoff aus ihm geworden, und wäre er beim Fußball geblieben, ein Franz Beckenbauer. Einmal bewarb sich der junge Werkzeugmacher

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