Das Rätsel der Künstlergrotte

Feuilleton | Reportage: Julia Seidl | aus FALTER 35/13 vom 28.08.2013

Die Künstlergruppe Gelatin baute im Garten des 21er Hauses ihre Tauchinstallation "Weltwunder“ auf. Ein Selbstversuch

Es kann losgehen, drüben ist genug Sauerstoff.“ Der Mann, der da im Taucheranzug aus dem Wasser steigt, ist Alfred Weidinger, Vizedirektor des Belvedere. Er streift die Taucherbrille ab. "Ihr könnt schon anfangen“, fügt er hinzu, als sich niemand der in Badekleidung angerückten Besucher rührt.

Im Boden ist ein rundes Wasserbecken eingelassen. Es hat einen Durchmesser von zwei Metern und ist mehr als drei Meter tief. Irgendwo dort unten befindet sich eine Öffnung in der Seitenwand des Beckens, die den Beginn einer Röhre bildet. So gelangt man auf "die andere Seite“, wo es wieder Luft gibt - zum "Weltwunder“ der Wiener Künstlergruppe Gelatin.

Ursprünglich war die Kunstinstallation auf der Expo 2000 in Hannover realisiert worden, nun ist sie Teil des neuen Skulpturengartens in der Belvedere-Dependance 21er Haus. Nur wer sich ins Wasser traut, kann das Wunder


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