Die Staatsoper? Eine Katastrophe!

Feuilleton | Fragen: Armin Thurnher | aus FALTER 35/13 vom 28.08.2013

Gerard Mortier über die problematische Rolle der Wiener Philharmoniker bei den Salzburger Festspielen und in der Wiener Staatsoper

Bei den Salzburger Festspielen geht die Ära Alexander Pereira 2014 zu Ende, man sucht einen neuen Intendanten. Dabei zeichnet sich ein Richtungsstreit ab (siehe Kasten Seite 30). Der Belgier Gerard Mortier prägte die Salzburger Festspiele als deren Leiter von 1992 bis 2001. Die Wiener Philharmoniker betrachten Salzburg als ihr Festival und stellen den Anspruch, bei der Bestellung eines neuen Intendanten mitzureden. Im Gespräch mit dem Falter erklärt Gerard Mortier, warum sie das seiner Ansicht nach besser sein lassen sollten.

Herr Mortier, sprechen wir über die Salzburger Festspiele. Die Philharmoniker wollen dort wieder stärker mitreden, sagen sie. Das ist alle paar Jahre so.

Gerard Mortier: Man muss das immer ernst nehmen, darf es aber nicht überbewerten. Als ich Intendant war, waren die Philharmoniker im Kuratorium, ohne Stimmrecht, aber beratend. Dann


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