"Wir wollten einfach drauflosspielen“

Feuilleton | Feature: Florian Obkircher | aus FALTER 35/13 vom 28.08.2013

Die schottischen Kunstschulrocker Franz Ferdinand melden sich zurück - mit spitzen Gitarren und norwegischer Disco

Paul Thomson streift sich die Rockabilly-Tolle zurecht und nimmt einen Schluck Kaffee. Es ist zehn Uhr morgens. Am Nebentisch des kleinen Bistros in Südlondon sitzt sein Bandkollege Alex Kapranos und telefoniert mit einem australischen Journalisten. Sein drittes Interview heute. "Mann, wie hab ich das vermisst“, sagt Thomson.

Der sarkastische Unterton ist nicht zu überhören. Eigentlich kann er diesen Presserummel nicht leiden. Und London mag er auch nicht. Viel zu groß, viel zu unpersönlich. Lieber würde der 36-Jährige die Welt zu sich nach Hause einladen. Nach Glasgow, wo der Franz-Ferdinand-Schlagzeuger und seine Bandkollegen aufgewachsen sind.

Aber als Rockstar geht das eben nicht, vor allem nicht, wenn man eine neue Platte am Start hat, die beworben werden will. "Right Thoughts, Right Words, Right Action“ heißt das neue Werk von Franz Ferdinand, das erste seit


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