Die improvisierte Kunstnation

Feuilleton | Rezension: Eva Blimlinger | aus FALTER 35/13 vom 28.08.2013

Ein Prachtband erzählt die Geschichte Österreichs auf der Venedig-Biennale. Avantgarde war woanders

Zu Österreichs Präsenz auf der Kunstbiennale von Venedig gab es bisher keine größeren Darstellungen. Bereits 2011 hatte die damalige Biennale-Kommissärin Eva Schlegel die Idee, dieses historische Kapitel zu erforschen und ein digitales Archiv zum österreichischen Pavillon zu erstellen.

Mit dem vom derzeitigen Biennale-Kommissär Jasper Sharp herausgegebenen Prachtband "Österreich und die Biennale Venedig 1895-2013“ liegt nun erstmals eine umfassende, zweisprachige Dokumentation dieser wechselvollen Geschichte österreichischer Kunst und - vor allem - Kunstpolitik vor.

Der Band enthält lediglich drei - unzutreffend als Essays bezeichnete - Artikel. Der Herausgeber skizziert eine politische Geschichte der Biennale, die für ihn auch eine Geschichte des heutigen Italiens erzählt, und macht deutlich, dass es dabei um das Zusammenwirken von Nationalismus, Geld und Kunst geht.

Der Historiker


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