Seilbahn ist machbar, Frau Nachbar

Stadtleben | Bericht: Christopher Wurmdobler | aus FALTER 35/13 vom 28.08.2013

Ganz schön retro: eine Seilbahn auf den Kahlenberg. Nun liegt die Machbarkeitsstudie vor

Null Emission, kein Lärm, barrierefrei: so sehen Touristenattraktionen der Zukunft aus. Der Kahlenberg, immer noch - und vor allem im Herbst - ein beliebtes Ausflugsziel, scheint bei Wien-Besuchern ein wenig aus dem Fokus geraten zu sein. Schönbrunn ist prächtiger, der Stephansdom näher und die Ankeruhr aufregender als der Hausberg am Wienerwald-Rand. Um den Berg mit der schönen Aussicht auf die Stadt und die Donau attraktiver zu machen, hat Wirtschaftskammer-Funktionär und Wirt Josef Bitzinger vor einem Jahr schon einmal seinen Traum von der Erschließung des Kahlenberges für die Massen präsentiert: eine Seilbahn. Nun liegt auch eine Machbarkeitsstudie vor.

Wenig überraschendes Ergebnis: Seilbahn machbar. Die "Talstation“ wäre, und das überrascht dann doch, bei der U6-Station "Neue Donau“, Endpunkt beim Kahlenberg-Parkplatz. Die fast 20-minütige Gondelfahrt ginge über Donauinsel und Donau, den Kuchelauer Hafen, Kahlenbergerdorf und dann bergauf.

1000 Fahrgäste könnten pro Stunde in bis zu 94 Kabinen befördert werden; in der Studie ist von 600.000 erwarteten Besuchern jährlich die Rede. Und jetzt? Beginnt die Investorensuche. Baugenehmigungen folgen später. Die Bauzeit selbst würde dann ein Jahr betragen.


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