Wien, wo es isst  Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Sommergrätzel VIII: viel Gumpolds, eine Kirche

Stadtleben | Lokalaugenschein: Florian Holzer | aus FALTER 35/13 vom 28.08.2013

Gumpoldskirchen ist ein seltsamer Fall. Nahe Wien, eigentlich ziemlich schön, Häuser aus dem 15., 16. und 17. Jahrhundert, adrett renoviert, bezaubernder Kirchenplatz, auf vier Seiten von Weingärten umgeben. Apropos Weingärten: Die Zisterzienser aus Heiligenkreuz checkten schon vor knapp 1000 Jahren, dass das hier extrem gutes Terroir ist, seither wird hier kontinuierlich Wein angebaut. Der es im 19. und frühen 20. Jahrhundert auch zu Weltruhm brachte. Was aber halt insgesamt alles dazu führte, dass eine Modernisierungsnotwendigkeit nicht erkannt wurde und Gumpoldskirchen nach dem Weinskandal 1985 in Vergessenheit geriet. Heute: 30 Heurige, das ist viel, über die Ortsgrenzen hinaus bekannt sind aber höchstens fünf Namen, der Rest lebt davon, deutschen Bustouristen oder Besuchern des berüchtigten "Weinfestes“ süßen Wein einzuflößen.

Innovation vom Kloster

Aber es gibt Hoffnung. Zum Beispiel in Thallern, dem Weingut von Stift Heiligenkreuz außerhalb Gumpoldskirchens, 1141 nach


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