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Stadtleben | aus FALTER 35/13 vom 28.08.2013

Neuer Purismus? Ein schwieriges Thema. Denn einerseits muss man das auf die Gestaltung beziehen (schon wichtig für den puristischen Eindruck), andererseits auch auf eine konzentrierte, eng gefasste, exakt definierte Speisekarte - im puristischen Idealfall beides in Kombination. Und andererseits ist jeglicher Purismus ohnehin relativ. Aber egal, Konzentration, Beschränkung, Strenge, Konzept, das ist seit den 1990ern auch in der Gastronomie das große Ding, zumindest international. Im barocken Wien blitzt es aber zumindest immer wieder mal auf. Hier zum Beispiel.

Wetter Ganz große Purismo-Klasse. Raetus Wetter zeigte schon im Expedit, was er von Firlefanz und Chichi hält, nämlich konkret gar nichts. Gekocht wurde eine winzige Karte einer aufs Wesentliche konzentrierten Ligurien-Küche, gegessen im Lagerhaus. Sein Wetter am Yppenplatz ist etwas hübscher, aber immer noch sehr schlank dekoriert, das Essen ist besser, puristischer denn je, beziehungsweise wie immer.

16., Payerg. 13, Tel.


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