Jede Menge Intiativen und Aktivbürger kämpfen um Graz. Eine Auswahl

Steiermark | aus FALTER 35/13 vom 28.08.2013

:: An die 100 Bürgerinitiativen sind bei der Stadt Graz bekannt, und es kommen immer wieder neue hinzu. Letzte Woche gab die Initiative Pro ORF-Park St. Peter ihre Forderungen bekannt: Da der staatliche Sender vorhat, Grünflächen rund um das ORF-Zentrum zu verkaufen, fordern sie von der Stadt Graz, diese Grundstücke zu erwerben oder zumindest zu schützen. Damit sie nicht Investoren in die Hände fallen, verbaut werden und so als Naherholungsgebiet verlorengehen.

Unlängst hatte der Falter die Initiative für ein unverwechselbares Graz vorgestellt (32/13). Die seit 2010 aktive Soko Altstadt hat eine ähnliche Marschrichtung. An vorderster Front stehen Sarah Andersson und Peter Laukhardt, sie gelten als hartnäckige Bewahrer. Bauliche Maßnahmen in den Altstadtschutzzonen stoßen nicht selten auf Widerstand von ihrer Seite.

Unermüdlich kämpft auch die Plattform Rettet die Mur gegen ein geplantes Wasserkraftwerk an der Mur. Auf der Hauptbrücke standen bis vor kurzem wöchentlich Aktivisten und sammelten bisher laut eigenen Angaben mehr als 30.000 Unterschriften. Unterstützt wird die Plattform etwa von zahlreichen Umweltorganisationen, Grünen-Ikone Freda Meissner-Blau und Uniprofessoren.

Umtriebig und gut vernetzt ist auch die Initiative Mehr Zeit für Graz, die Rosemarie Feistritzer und Karin Steffen gegründet haben. Ziel: Die Ideen der Bürger aus der Denkwerkstatt "Zeit für Graz“, bei der Bürger Ideen für die Stadt Graz sammelten, sollten nicht versickern. Aus Zeit für Graz, erklärt die Stadt, sei zudem der Bürgerbeteiligungsbeirat entstanden, der die Stadt berät. Derzeit werden Spielregeln zur Bürgerbeteiligung entwickelt.

Neben den Initiativen gibt es auch Einzelkämpfer wie etwa Rainer Maichin, der mit Kamera und Schraubenzieher auf die Jagd nach Energiesündern geht (Falter 30/13).


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