Glosse 

Frage zum Tage: Wozu braucht es geklonte Hirne?

Welt der Forschung

Falter & Meinung | Armin Thurnher | aus FALTER 36/13 vom 04.09.2013

Zuerst war Dolly, das Klonschaf. Zwischendurch haben wir, zugegeben, nicht immer aufgepasst. Und jetzt ist es unversehens da. Das geklonte Hirn. Ein österreichisch-britisches Forscherteam des Instituts für molekulare Biotechnologie an der Wiener Akademie der Wissenschaften zeichnet für den Erfolg verantwortlich. Durch Rotation von Stammzellen verbesserten die Forscherinnen die Möglichkeiten des Zellwachstums. So entstanden Minihirne mit einem Durchmesser von bis zu vier Millimetern. Die Dinger seien von einem echten Menschenhirn weit entfernt, versichern die Forscher. Trotzdem erhob sich in der Öffentlichkeit sofort eine Debatte, nein, keine moralische, sondern eine ökonomische: Was denn mit so wenig Hirn anzufangen sei, fragte man sich. Blöde Frage. Die ersten Minihirne twittern schon.


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