Kommentar

Wünscht sich die SPÖ tatsächlich eine Schule wie im Kommunismus?

Bildung

Falter & Meinung | Ingrid Brodnig | aus FALTER 36/13 vom 04.09.2013

Wieder einmal versetzt Wiens Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl (SPÖ) Eltern in Aufruhr. In der Presse erklärte sie, dass es künftig die Halbtagsschule nur noch als Privatschule geben soll. Wörtlich sagte sie: "Mein Ziel ist die Ganztagsschule als Regelschule. Und die Halbtagsschule soll in Form von Privatschulen ergänzend angeboten werden.“

Mitten im Wahlkampf ist diese Aussage reichlich tollpatschig. Brandsteidl jagt jenen Eltern Angst ein, die keinen Bedarf an der Ganztagsschule sehen, und spielt der ÖVP in die Hände. Diese versucht seit Wochen (bis zum Brandsteidl-Interview mit mäßigem Erfolg), die roten Bildungspläne als totalitäre Gesellschaftsutopie darzustellen. Die schwarze Bildungssprecherin Christine Marek redet von einer "Zwangstagsschule“ und von "Kommunismus in Reinkultur“.

Brandsteidl hat in der Sache Recht, versagt aber in der Rhetorik. Die Ganztagsschulen müssen vor allem in den Städten ausgebaut werden, weil viele Eltern das brauchen. Es ist


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