Kolumne 

Moralische Argumente reichen nicht für einen Militärschlag

Außenpolitik

Franz Kössler | Falter & Meinung | aus FALTER 36/13 vom 04.09.2013

Die syrischen Aufständischen haben gute Gründe, über den Aufschub der westlichen Militäraktion gegen Syrien verbittert zu sein. Wer Giftgas einsetzt, hat eine Strafe verdient. Der Entschluss Präsident Obamas, den Kongress einzubinden und sein Votum abzuwarten, ist dennoch die richtige strategische Entscheidung.

Der Bürgerkrieg hat mehr als hunderttausend Tote gefordert. Keiner der beiden Seiten gelingt der entscheidende Durchbruch. Die Intervention von außen würde den Rebellen wieder Aufwind bringen. Jetzt feiern die syrischen Medien die Verzögerung als Sieg des Regimes, die Regierung fühlt sich in ihrer Brutalität bestätigt.

Es ist ein unmenschliches Regime, das seine Macht gegen die Mehrheit der Bevölkerung mit skrupelloser Gewalt verteidigt. Mit dem Einsatz von Giftgas hat es gegen die internationale Ächtung chemischer Waffen verstoßen. Syrien hat die Konvention aus dem Jahr 1997 nie unterzeichnet. Wenn die Weltgemeinschaft das Verbot ernst nimmt, muss sie jetzt reagieren.

Abo hier bestellen Abo hier bestellen
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl und erhalten Sie sofort einen Digitalzugang, um Artikel kostenfrei zu lesen.
Wenn Sie kein FALTER-Abo haben, können Sie diesen Artikel hier einzeln kaufen, als neuer Nutzer kostenfrei mit Startguthaben.

Lesen Sie diesen Artikel in voller Länge mit Ihrem FALTER-Abo-Onlinezugang.

Passwort vergessen?

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige