Wild umflirtet, heiß umschmeichelt

Politik | Bericht: Nina Horaczek | aus FALTER 36/13 vom 04.09.2013

Sie entscheiden, wer die Wahl gewinnt. Deshalb kämpfen alle Parteien wie nie zuvor um die Stimmen der Frauen

Eva Glawischnig setzt auf Bravo. Zumindest erinnert das bunte Eva-Magazin, das die Grünen im Wahlkampf extra für junge Wählerinnen konzipiert haben, an das Pubertierendenblatt: Für die Mädchen haben die Grünen "Nageldesign mit Wow-Effekt“, Ökokondome im Praxistest, die besten Biotampons und die Parteichefin im Startalk.

Selten zuvor standen Frauen, alte wie junge, bei einer Wahl so sehr im Zentrum des Interesses von Wahlstrategen. Kein Wunder, schließlich sind es die Wählerinnen, die entscheiden, wer Österreich nach dem 29. September regiert.

3,3 Millionen Frauen, aber nur etwas mehr als drei Millionen Männer sind bei der Nationalratswahl 2013 am 29. September wahlberechtigt. Frauen haben um genau 235.570 Stimmen mehr zu vergeben als Männer. Zum Vergleich: Bei der letzten Nationalratswahl 2008 lagen nur 160.000 Stimmen zwischen SPÖ und ÖVP, zwischen Sieg und Niederlage.


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