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Pressekolumne

Medien | Nina Horaczek | aus FALTER 36/13 vom 04.09.2013

Es ist ein entzückender Bub, vielleicht ein bisschen zu sehr Streber, aber mit 13 Jahren darf man das noch sein. Daneben der Vater, dem man ansieht, wie stolz er auf den Buben ist. Am Wochenende gingen "der kleine & der große Spindi“ in der Kronen Zeitung "auf Stimmenfang“. Kurz davor traf Außenminister und ÖVP-Spitzenkandidat Michael Spindelegger die Frauenzeitschrift Woman zum Interview. Auch dort stand sein Sohn Matthias, "eine Miniversion von Michael Spindelegger“, wie Woman schreibt, schon bereit, als Teenager, der "seinem Vater beim Antworten aushilft“.

Die Erklärung des Spitzenpolitikers, wieso der Filius mit ist, rührt arbeitende Mütter: "Es sind Ferien, da ist er öfters mit.“ Dass der "kleine Spindi“ aber ausgerechnet zu Wahlkampfzeiten auftaucht, lässt das nicht ganz glaubwürdig wirken. Vielleicht wäre es besser, den Nachwuchs erst ins Büro zu nehmen, wenn der Wahlkampf vorbei ist und die Kameras verschwunden sind.


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