"Eine Kunsthalle ist keine Selbsthilfe-gruppe“

Feuilleton | Interview: Matthias Dusini | aus FALTER 36/13 vom 04.09.2013

Nicolaus Schafhausen erklärt das Konzept seiner Angst-Ausstellung, was er mit dem Umbau seines Hauses bezweckt und was auf der Mariahilfer Straße falsch läuft

Kurz vor Eröffnung seiner ersten großen Ausstellung bat der Falter den Direktor der Kunsthalle Wien, Nicolaus Schafhausen, zum Interview. Trotz einer Verkühlung hielt der deutsche Kurator und Museumsmanager fast zwei Stunden durch und erklärte sich im Anschluss auch noch zu einem Rundgang durch die frisch renovierten Räume der Kunsthalle im Museumsquartier bereit. Das Gespräch selbst fand in einem straßenseitigen Büro der Kunsthalle zur Mariahilfer Straße hin statt. Von draußen wehten die Klänge eines Saxofons herein, Schafhausen bestellte bei der Office-Managerin grünen Tee.

Falter: Herr Schafhausen, in Ihrer ersten Ausstellung geht es um Angst. Sigmund Freud hat Angst als Reaktion auf strenge Verbote erklärt. Leben wir heute in einer freieren und somit auch angstfreieren Gesellschaft?

Nicolaus Schafhausen: Ich würde


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