Daniel mit dem Zauberhut


Rezension: Klaus Nüchtern
Feuilleton | aus FALTER 36/13 vom 04.09.2013

Mit "F“ legt Daniel Kehlmann sein Opus magnum vor. Bloß: Was will uns der Autor damit sagen?

Ein Zauberkünstler muss Daniel Kehlmann als Buben nachhaltig beeindruckt haben. Denn schon in seinem Debüt "Beerholms Vorstellung“ (1997) stellte er einen Täuschungskünstler mit der Ambition zum echten Magier in den Mittelpunkt des insgesamt eher viskos zu lesenden Romans: Was, wenn es nicht bloß ein Trick, sondern echte Zauberei wäre?

Kehlmann zählt zu jenen Autoren, die nicht einfach Bücher veröffentlichen, sondern ein Werk in die Welt setzen. Insofern ist der Zauberkünstler, der nun zu Beginn von "F“ seinen Auftritt hat, auch als Referenz aufs eigene Frühwerk zu verstehen. Man sieht: Hier arbeitet sich jemand an seinen Themen ab, verknüpft Figuren und Motive über die Grenzen von Buchdeckeln hinweg.

Ein Vater besucht mit seinen drei Söhnen die Vorstellung eines Illusionisten. Der Vater heißt Arthur (Friedland), die beiden voneinander kaum zu unterscheidenden Zwillinge Iwan und

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