Neue Kinderbücher  

Klassiker in neuem Gewand

Feuilleton | aus FALTER 36/13 vom 04.09.2013

James Joyce für Kinder? Kein Problem, wenn sich ein Alleskönner wie Wolf Erlbruch seiner annimmt. Man denkt an Norman Junges kongeniale Verbilderung von Ernst Jandl ("Ottos Mops“ und "Fünfter sein“), obwohl Junges ziselierter Zeichenstrich mit Erlbruchs nonchalanten Kreidezeichnungen wenig gemein hat. Und wenn für die Übersetzung kein Geringerer als Harry Rowohlt verantwortlich zeichnet, kann wohl wirklich nichts mehr schiefgehen. Zum Inhalt nur so viel: Joyce hatte einen Enkel namens Stephen, damals vier Jahre alt und wie alle Kinder ein Fan von mit Süßigkeiten gefüllten Katzen. Da es die in Dänemark nicht gab, schrieb ihm sein Großvater einen Brief - über dänische Polizisten, die ständig im Bett liegen, Zigarren rauchen und Buttermilch trinken, während rot gekleidete Burschen auf Fahrrädern ihre Befehle weitergeben. Und über die vielen Fische, die es in Kopenhagen gibt und die Erlbruch in Trenchcoats kleidet und auf Fahrräder setzt. Große Klasse! (ab 4) KB

James Joyce,


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige