Salzburg, die Festspielstadt bei Wien

Feuilleton | Analyse: Tamara Ehs | aus FALTER 36/13 vom 04.09.2013

Die Rolle der Philharmoniker bei den Salzburger Festspielen war immer schon umstritten

Die Philharmoniker drohen, künftig statt in Salzburg in Saudi-Arabien zu spielen. Und Gerard Mortier erinnert sie im Falter-Interview (35/13) daran, dass sie doch ein von Österreich subventioniertes Orchester seien. Ein Blick in die Archive offenbart: Die Kontroverse zwischen den Philharmonikern, der Staatsoper und den Salzburger Festspielen besteht seit jeher.

Im Grunde geht es um den Widerstreit von Autonomie und Abhängigkeit zwischen Salzburg und Wien, um nicht nur enge künstlerische, sondern auch kulturpolitisch brisante Verbindungen. Die erste Opernaufführung im Rahmen der Salzburger Festspiele fand im August 1922 statt, als Richard Strauss "Don Giovanni“ dirigierte und die Wiener Staatsoper damit in Salzburg ihr Sommertheater eröffnete. Das Gastspiel der Staatsoper verursachte erhebliche Kosten durch den Transport der Dekorationen, Kostüme und Requisiten. Ein Großteil der Wiener Philharmoniker


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