Stadtrand 

Hundezone versus Kinderspielplatz

Urbanismuskolumne

Stadtleben | aus FALTER 36/13 vom 04.09.2013

Neulich gab’s wieder Stunk in der Hundezone: Die Kinder sind gekommen. Nun ist es ja so, dass manche Hunde nicht so ganz kinderkompatibel sind und es deshalb ja sinnvollerweise Hundezonen gibt, ohnehin die einzigen Orte, wo man in Wien seinen Hund abgeleint und ohne Beißkorb laufen lassen kann. Diese Hundezonen sind meist nicht mehr als ein umzäuntes Fleckchen Wiese mit ein paar Bänken, die allerdings besonders gerne zweckentfremdet werden. "De Scheißgschroppen!“, schimpfte da so manch Hundebesitzer. Stellt sich nur die Frage, warum Kinder in dem Gaudenzdorfer Grätzel ihre Freizeit so gerne auf besagtem zugekotetem Fleckchen Grün verbringen. Wohl nicht, weil sie gerne Burgen aus Hundstrümmerln bauen oder in bepinkeltem Gras spielen. Wahrscheinlich weichen die Kinder deshalb so oft in die Hundezonen aus, weil es in jenem Teil Meidlings verhältnismäßig gesehen mehr Hundezonen als Kinderspielplätze gibt. Soll jetzt kein Plädoyer dafür sein, den Hunden ihre Spielplätze zu nehmen, bloß dafür, dass man auch den Kindern mehr Raum schaffen muss.


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