Der Ketzer und die Radelgötter

Stadtleben | Besuch: Birgit Wittstock | aus FALTER 36/13 vom 04.09.2013

Marcin Dopieralski schraubt Fahrräder in seiner Küche zusammen

Öffnet Marcin Dopieralski die Türen zu seiner Werkstatt, dann steht man in seiner Altbauwohnung: In der rund 25 Quadratmeter großen Wohnküche reihen sich circa zehn Fahrräder die Wand entlang. Im Vorraum lehnen zwei Mountainbikes. Wenn Dopieralski, 33, spricht, überschlagen sich seine Worte oft vor Begeisterung. In Polen geboren, hat der gelernte Bildhauer, Restaurator und Holztechniker früh mit dem Zangeln begonnen: Seit 17 Jahren baut er Fahrräder zusammen. Sein Prunkstück ist das Bambusrad: ein Fahrrad, dessen Rahmen aus Bambusrohren besteht, wie einst die ersten Fahrräder im alten China. "2007 habe ich mein erstes Bambusrad gebaut“, erzählt Dopieralski. Wenn er von seinen Fahrrädern spricht, dann beginnen seine blauen Augen besonders zu strahlen. "Ich habe lange herumgetüftelt, welche Arten von Bambus geeignet sind für unser Klima und wie man ihn im Winter konservieren kann.“

Begonnen hat alles damit, dass


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