Frohe Postern

Stadtleben | Bericht: Christopher Wurmdobler | aus FALTER 36/13 vom 04.09.2013

Jetzt im Mak zu sehen: 100 beste Plakate. Ein paar davon kommen sogar aus Österreich

Das habe nichts damit zu tun, dass sich eine Branche selbst feiert, versichert Peter Klinger: "Das ist ein internationaler Wettbewerb mit einer prominent besetzten Jury. Die haben wirklich viel gesehen.“ Klinger ist stellvertretender Leiter von Bibliothek und Kunstblättersammlung im Mak und für die Ausstellung "100 Beste Plakate“ zuständig, die zum zwölften Mal prämierte Grafik aus der Schweiz, Deutschland und Österreich zeigt.

Lediglich drei Plakate beziehungsweise Plakatserien aus Österreich sind unter den Top 100: Arbeiten der Wiener Studios 3007 und Büro Nardin (für das Gürtel-Lokal Rhiz, den Nightwalk und das 21er Haus). Ja, gibt es hierzulande nicht mehr gutes Grafikdesign? Wieso nur so wenige Beste? "Seit Jahren mache ich mir Gedanken darüber, wieso das so ist“, antwortet Mak-Kurator Klinger auf diese Frage. "Ich glaube einfach, dass viele Büros Angst vor dem Wettbewerb haben.“

33 Einreichungen aus Österreich habe es für 2012 gegeben; aus der Schweiz nahmen viermal so viele Büros am Wettbewerb teil. Im Gegensatz zu früheren Jahren übernimmt das Mak heuer nicht die Ausstellung aus Deutschland. Klinger hat für "100 Beste Plakate“ ein eigenes Ausstellungskonzept erarbeitet. Das Problem der Wanderausstellung war nämlich, dass die gedruckten Arbeiten in Folie eingeschweißt waren, die den Blick auf Siebdruck- oder Offset-Techniken störte.

Kurzerhand hat das Mak die aktuellen 100 Gewinnerplakate angekauft und inszeniert sie im Kunstblättersaal an dort aufgestellten Bauzäunen - also fast wie im öffentlichen Raum.

Bis 10.11. im Mak, www.mak.at


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