Wien, wo es isst  

Oberlaa: Wanderer, kommst du nach Laa …

Kulinarischer Grätzel-Rundgang


Lokalaugenschein: Florian Holzer
Stadtleben | aus FALTER 36/13 vom 04.09.2013

So, Ferien sind vorbei, Sommer ist vorbei, Sommergrätzel ist vorbei. Wobei Oberlaa ja irgendwie ein Mittelding ist, also zwar nicht übermäßig grün oder am Wasser oder so, aber zumindest ziemlich am Rand der Stadt. Konkret beginnt gleich hinter der Häuserzeile am Liesingbach das Land - und zwar gnadenlos, flach, leer und unendlich.

Die Schnecke aus Oberlaa

Oberlaa sieht aus wie eine niederösterreichische Kleinstadt, hat aber nicht deren dörfliches Gefüge und deren dörfliche Infrastruktur. Das heißt, in Oberlaa gibt’s ein paar Heurige (ja, im zehnten Bezirk wächst Wein), Supermärkte, Chinarestaurants, Pizzerien. Grundsätzlich also trostlos, aber dann doch nicht ganz: vor allem einmal wegen Andreas Gugumuck, der hier seit fünf Jahren Weinbergschnecken züchtet. Klingt jetzt irgendwie nicht so spannend, tatsächlich sind Weinbergschnecken, wenn sie gut sind (das sind sie dann, wenn sie frisches Gemüse und Salat fressen), absolut fantastisch.

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