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Ein Priester ohne Gott und ein Banker ohne Geld

LEXIKON | SF | aus FALTER 36/13 vom 04.09.2013

Acht Jahre nach der millionenfach verkauften "Vermessung der Welt" und vier nach dem postmodernen Erzählwerk "Ruhm" legt Daniel Kehlmann (Jg. 1975) mit "F" einen großen neuen Roman vor. Diesmal wird nicht vermessen, sondern getrickst. Im Mittelpunkt der Handlung stehen drei Brüder, die ihre berufliche Existenz jeweils auf einer Lüge aufgebaut haben. An einem gewissen Punkt bekommen sie Probleme damit, ihre Rollen glaubwürdig weiterzuspielen. Das gilt für Martin, dem es als Priester nicht gelingt, an Gott zu glauben, für den mutmaßlich am Ende seiner Karriere stehenden Investmentbanker Eric wie auch für Iwan, der sich als Maler keine Chancen ausrechnet und mit geschickten Fälschungen umso mehr Erfolg hat. Kehlmann stellt "F" im Gespräch mit Michael Kerbler (Ö1) vor. Im Anschluss findet eine Signierstunde statt.

Theater in der Josefstadt So, 11.00


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