Film Neu im Kino

"The World's End": Horror der Kleinstadterneuerung

Lexikon | Joachim Schätz | aus FALTER 37/13 vom 11.09.2013

Am Anfang nervt "The World 's End": vorsätzlich mit seinem Protagonisten Gary, den Simon Pegg als manisches Wrack spielt; und unfreiwillig mit der hyperaktiven Regie von Edgar Wright, der jedes Bierzapfen mit Montagestakkatos verziert. Beide, der zwangsjugendliche Gary und der Popmanierist Wright, finden sich aber bald interessantere Aufgaben für ihre überschüssigen Energien. Beim Nachspielen einer gemeinsamen Zechtour von 1990 kommen Gary und vier Jugendfreunde (darunter Nick Frost) einer Verschwörung auf die Spur: Hinter den gleichförmigen Pubs und der schiachen Hauptplatzkunst ihres Heimatstädtchen stecken nicht Franchising und Ortsverschönerungsverein, sondern außerirdische Invasoren. Bald hat auch Wright alle Hände voll zu tun beim Jonglieren von knackig gespielter Gruppenkomik und solid choreografierter Prügelaction. Wie die vorigen Wright/Pegg/Frost-Komödien "Shaun of the Dead" und "Hot Fuzz" findet "The World's End" beim Spielen mit Genrekinobeständen prägnante satirische Bilder gesteuerten Lebens. Wie dort überstrahlt auch hier die herzliche Figurenzeichnung die gelegentlich angestrengte Smartness. A good night out! Ab Fr in den Kinos (OF im Artis und Haydn)


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