Glosse Unterwelt

30 Monate unbedingt für einen Ziegel: a blede Gschicht aus Wien

Meinung | Wolfgang Zwander | aus FALTER 37/13 vom 11.09.2013

Man soll die Polizei nicht immer schimpfen, aber was dieser Polizist gemacht hat, ist einfach nur gemein. Ein 22-Jähriger, nennen wir ihn Moritz, wurde aus dem Gefängnis entlassen; seine Mutter erwartet ihn dringend, um ihre Cannabis-Geschäfte an ihn zu delegieren.

Die Tante wiederum will von Moritz für einen "Bekannten“ zwei Kilo Kokain kaufen. Moritz, ein Bild von einem guten Neffen, zieht los, um den Stoff zu besorgen. Als er aber die Wiener Strizzis nach zwei Kilo Koks fragt, lachen ihn diese einfach nur aus.

In seinem Kummer geht Moritz in den Baumarkt, kauft einen Ytong-Ziegel, verreibt ihn zu Pulver und verkauft dieses für 90.000 Euro an den Bekannten der Tante. Leider ist der Bekannte ein Zivilpolizist. Moritz erhält 30 Monate wegen schweren Betrugs. Nicht rechtskräftig.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige