Meine Bildungspolitik, mein Kind

Politik | Porträts: Sibylle Hamann | aus FALTER 37/13 vom 11.09.2013

Welche Kinder haben Politiker im Kopf, wenn sie über Bildungspolitik reden? Und in wessen Interesse handeln sie? Wir haben vier fiktive Kinder porträtiert, die die vier großen Parteien im Kopf haben, wenn sie um die für sie richtige Schulform ringen. Wir haben unsere Abgeordneten auch gefragt, wohin sie ihre eigenen Kinder schicken (siehe Seite 12). Die Antworten sind überraschend

Dragan

Er wohnt im Gemeindebau. Seine Mutter steht morgens früh auf. Sie arbeitet als Pflegerin, als Küchenhilfe, in einem Supermarkt oder in einer Fabrik. Vielleicht hat sie einmal größere Ambitionen gehabt - aber sie hat bloß einen Pflichtschulabschluss geschafft, jung geheiratet und Dragan früh gekriegt. Womöglich ist sie inzwischen schon wieder geschieden und muss jeden Monat darum kämpfen, dass sie von ihrem Exmann Alimente kriegt. Sie strengt sich an. Sie kämpft. Sie muss jeden Euro zweimal umdrehen, und manchmal ist sie, wenn sie nach der Arbeit noch schnell zum Einkaufen hetzt, mit den Nerven


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