Das intrigante Ekel von Wien

Politik | Rezension: Norbert Mappes-Niediek | aus FALTER 37/13 vom 11.09.2013

Ein neue Biografie über Franz Conrad von Hötzendorf zeigt den k.u.k. Generalstabschef als skurrilen, Serbien hassenden Kriegstreiber

Paul von Hindenburg, Chef der deutschen Obersten Heeresleitung im Ersten Weltkrieg, verliert in seinem Heimatland nach und nach die Straßen, die nach ihm benannt wurden.

Franz Conrad von Hötzendorf, seinem österreichischen Pendant, ist das bisher erspart geblieben: Noch um die 40 Straßen und Plätze im Land sind nach ihm benannt, darunter sinnigerweise in Graz die große Ausfallstraße nach Südosten. Das könnte sich jetzt ändern. Pünktlich zum großen Gedenken an den Ersten Weltkrieg im nächsten Jahr hat der Grazer Historiker Wolfram Dornik eine kritische Biografie des glücklosen Feldherrn vorgelegt.

Conrad - nicht sein Vorname, sondern Teil seines Nachnamens - war von 1906 bis 1917 mit einer Unterbrechung Chef des Generalstabs und damit oberster Kriegsstratege der Monarchie. Vor dem Krieg profilierte sich der Protégé von Erzherzog Franz Ferdinand


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