Nachgetragen  Journal mehr oder weniger bedeutender urbaner Begebenheiten

Wo der Reichtum im Land versteckt ist und wer die Arbeit erledigt

Politik | Nina Horaczek | aus FALTER 37/13 vom 11.09.2013

Österreich zählt zu den reichsten Staaten der Welt und ist innerhalb der Europäischen Union sogar nach Luxemburg das zweitreichste Land. Aber wer ist eigentlich reich?

Das Jahoda-Bauer-Institut, ein SPÖ- und gewerkschaftsnaher Think-Tank aus Linz, hat nun auf der Homepage www.verteilung.at visualisiert, wie Reichtümer und Steuerlast in Österreich verteilt sind.

Zwar besitzt die österreichische Bevölkerung derzeit insgesamt 1.248.599 Millionen Euro, was - durch die Gesamtbevölkerung dividiert - ein Pro-Kopf-Vermögen von etwa 148.000 Euro ergeben würde.

Allerdings ist der Reichtum in Österreich so verteilt, dass die ärmsten 32 Prozent der Bevölkerung gar nichts besitzen, dem ein Prozent der Allerreichsten im Land gehören hingegen 10,74 Prozent des Vermögens.

Reich wird man hierzulande weniger mit Arbeit, dafür vielmehr, indem man sein Eigentum für sich arbeiten lässt: Zwischen 1976 und 2012 stiegen die Kapitaleinkommen um 150 Prozent, die Einkommen aus Arbeit nur um 84 Prozent. Wissenschaftlich begleitet wurde das Projekt von einem hochkarätigen Kuratorium, dem unter anderem Falter-Autor Kurt Bayer, ehemaliger Board Director in Weltbank und EBRD, angehört.


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