" Eine Mauer lügt nicht“

Feuilleton | Porträt: Sebastian Fasthuber | aus FALTER 37/13 vom 11.09.2013

Ob er tatsächlich Maurer war, weiß man nicht. Als Held seiner eigenen Geschichten und Lieder aber überzeugt der Machatschek allemal

Man stelle sich eine Mischung aus Ostbahn-Kurti und Mundart-Liedermacher mit einem Schuss Qualtinger vor; jemanden, der abends um die Häuser zieht und nebenbei Trashromane herausgibt. So in etwa ließe sich, ganz schnell, der Machatschek beschreiben, der mit beherzten Auftritten langsam die Buchhandlungen, Kaffeehäuser und Grätzelfeste der Stadt erobert. Jetzt im Herbst startet er eine neue Offensive und liest und singt von der Kriminacht bis zum Heurigen ständig irgendwo.

Den Machatschek gibt es nur mit Hut, Sonnenbrille und Gitarre - egal, wo er auftritt. Auch zum Interview erscheint er exakt in der beschriebenen Adjustierung, Instrument inklusive. Ob das die Verkleidung einer Kunstfigur oder die Uniform eines Wiener Originals ist, lässt sich auf den ersten Blick schwer sagen. Es wird auch nicht verraten: "Ein jeder soll glauben, was er will.“

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