Kampfzone MAHÜ


Protokoll: Birgit Wittstock
Stadtleben | aus FALTER 37/13 vom 11.09.2013

Beruhigt ihr die kleine Gasse auch?“, fragt ein Mann scherzhaft, mit der "kleinen Gasse“ die Mariahilfer Straße meinend. Wie aus dem Revolver geschossen kommt Thomas Blimlingers Antwort: Die Verkehrsprobleme seien nur anfangs so schlimm, dann würde sich durch Verdrängung alles in Wohlgefallen auflösen. Derartige Scherze kommen dieser Tage beim grünen Bezirksvorsteher von Neubau gar nicht an. Zu sehr ist Blimlinger damit beschäftigt, das grüne Prestigeprojekt Fußgängerzone Mariahilfer Straße zu verteidigen. Und Blimlinger hat derzeit viel zu tun: Massenhaft trudeln Lobgesänge und Beschwerdemails in seinen Posteingang, das Telefon steht kaum ein paar Minuten still; wenn Blimlinger zwischendurch noch Zeit findet, dann spaziert er über die Mahü und ihre Seitengassen und schaut in seinem Reich nach dem Rechten. Er radelt mit zerzaustem Haar durch seinen Bezirk, den Bezirk, in dem er bereits sein ganzes Leben lang wohnt. Er wird dabei nicht müde, den Leuten die neuen Einbahnregelungen

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