Mariahilfs Bezirkschefin Kaufmann: "Das ist eine Wischi-Waschi-Geschichte“

Stadtleben | Interview: C. Wurmdobler | aus FALTER 37/13 vom 11.09.2013

:: Wer glaubt, bei Renate Kaufmann im Büro wäre an diesem Nachmittag die Hölle los, täuscht sich. Keine aufgebrachten Bürger, die sich wegen der Mariahilfer Straße beschweren, keine Proteste frustrierter Geschäftsleute. Die Bezirkschefin von Mariahilf hat donnerstags Sprechstunde und empfängt im 30-Minuten-Takt. Da geht es, sagt Kaufmann, um ganz allgemeine Themen. Die letzte Besucherin hat sich mit Pralinen und Sekt verabschiedet; sie verlässt Mariahilf. Schweren Herzens, wie die Bezirksvorsteherin erzählt. Schließlich sei der Sechste Wiens beliebtester Bezirk. Und das soll so bleiben.

Falter: Frau Bezirksvorsteherin, war Ihnen klar, dass das Projekt "Mariahilfer Straße neu“ so explodieren wird?

Renate Kaufmann: Ich bin 58 Jahre alt und seit 30 Jahren Bezirksrätin in Mariahilf. Ich habe also schon viele Situationen miterlebt, wo es um verkehrstechnische Änderungen gegangen ist. Und es hat immer einen Aufschrei gegeben. Wir haben in der Hofmühlgasse eine Fahrspur weggenommen


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