Fußball Glosse

Versuch über das geglückte Kickerleben

Stadtleben | Wolfgang Kralicek Staunt Über Paul Scharners Vorläufig Letztes Interview | aus FALTER 37/13 vom 11.09.2013

Paul Scharners Auftritt in der Ö3-Sendung "Frühstück bei mir“ war der würdige Abschluss einer bizarren Karriere. Im Interview mit Claudia Stöckl verriet der kürzlich zurückgetretene Fußballer nicht nur, dass die Meisterfeier der Austria 2003 in einem Bordell stattfand, er zog auch Bilanz: "Ich habe mir eine Liste gemacht: Von den 14 Jahren Profifußball war ich genau fünf Jahre und drei Monate glücklich und zufrieden.“ Ein Fußballer, der glückliche Tage zählt? Das könnte von Peter Handke oder André Heller sein. Aber Scharner war immer schon der etwas andere Kicker. Bei der Austria verweigerte er einmal die Einwechslung, weil ihm die Position nicht passte; für das Nationalteam wurde er lebenslang gesperrt, weil er einen Fixplatz gefordert hatte. "Das Ö3-Frühstück war mein letztes Lebenszeichen für vier Monate“, kündigte Scharner an. Wir zählen schon die Tage.


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