Fotografie Vernissage

Roter Stern: Die Fotos der Geheimagentin

Lexikon | aus FALTER 38/13 vom 18.09.2013

Ihr Herz schlug für die Arbeiterklasse: Das Wien Museum bietet nun die Chance, das Werk der Fotografin Edith Tudor-Hart (1908-1973) zu entdecken. Bereits in den frühen Reportagen ab 1930 bewies sie Engagement ebenso wie technisches Können. Die Kamera setzte die Kommunistin als politische Waffe ein, als sie etwa den Alltag im Wiener Prater festhielt. 1934 wanderte Tudor-Hart nach England aus und hielt dort soziale Missstände im Kohlerevier von Südwales und in der Berg- und Schiffsbauregion Tyneside fest. Ihr besonderes Interesse galt auch den Kinder, die sie in ihrem eigenen Porträtstudio äußerst lebendig einfing. Bis in die 1950er-Jahre war sie als sowjetische Agentin tätig und vernichtete damals aus Angst vor Verfolgung den Großteil ihrer Fotografien. NS

Wien Museum, Mi 19.00; bis 12.1.


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