Seinesgleichen geschieht  Der Kommentar des Chefredakteurs

Europa? Ich sage dazu nichts, und ich sage Ihnen auch, warum


Armin Thurnher
Falter & Meinung | aus FALTER 38/13 vom 18.09.2013

In geradezu fantastischer Weise vernachlässigt der Wahlkampf, den wir soeben erleben, die Probleme unserer Zeit. Man wird diesen Totentanz der repräsentativen Demokratie - im österreichischen Maßstab natürlich nur das Satyrspiel - im Rückblick als das verstehen können, was er ist: einen Wettbewerb der Medien, nicht der Politik. Der Preis ist die Ausblendung aller Fragen, die unser zukünftiges Leben entscheiden. Das ist der Grund, warum wohl alle Zuseher dem Spektakel mit zunehmendem Unbehagen, ja Grausen beiwohnen.

Zur Gesamterscheinung gehört es, dass sich Medien darüber beschweren, dass die politische Substanz schwindet. Ja, auch das Medium, das Sie lesen, ist Teil des Problems. Auch wir im Falter haben, wenngleich mit dem Versuch, sie anders zu akzentuieren, Politikergespräche geführt. Und nur einmal ergab sich die Notwendigkeit, die infrage stehende Partei auch inhaltlich zu bewerten, als nämlich Michael Spindelegger dem Falter das Gespräch verweigerte.

Im Nachhinein bin

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