Kommentar Wirtschaft

Der Oligarch als Schläger: was uns Frank Stronach wirklich lehrt

Falter & Meinung | Franz Schandl | aus FALTER 38/13 vom 18.09.2013

Während die ÖVP stets von der entfesselten Wirtschaft redet, sitzt mit Stronach der entfesselte Oligarch schon in den Startlöchern.

Seine Auftritte sind jenseits jeder tolerierbaren Kommunikation. Die Medien allerdings wirken hilflos, sie sind zwar auf Regelverletzungen vorbereitet, aber nicht darauf, dass da einer nach seinen eigenen Gesetzen spielt. So apportieren sie jeden unsäglichen Unsinn ob der Quote.

Haben manche Politiker wenig Ahnung, so beweist Stronach unentwegt, dass noch weniger auch geht. Wird er auf etwas konkret angesprochen, bleibt er meist die Antwort schuldig oder sondert Plattitüden ab: Die Wirtschaft sei anzukurbeln, die Arbeiter zu motivieren, das Grundproblem seien die Funktionäre, und außerdem habe er Experten, die sich darum kümmern.

Dafür neigt er zum Tiefschlag, der darin besteht, die Kontrahenten abzuwerten. "Du verstehst es nicht, Bübilein“, sagte er etwa in der Fernsehdebatte zu BZÖ-Chef Josef Bucher, den er vor einigen Monaten noch umschwärmte


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