Die Lehman-Pleite und wir

Politik | Rückblick: Eduard Müller | aus FALTER 38/13 vom 18.09.2013

Die Krise veränderte Österreich. Ein Überblick über Pleiten und Rettungsaktionen

Als die US-Investmentbank Lehman Brothers vor genau fünf Jahren 2008 zusammengebrochen war und die Weltwirtschaftskrise ihren Ausgang nahm, war in Österreich wohl noch niemandem so wirklich bewusst, wie stark das auch die Arbeit der Regierung beeinflussen würde.

Zwei Monate bevor der damalige VP-Vizekanzler und Finanzminister Wilhelm Molterer die große Koalition aufgekündigt hatte, glaubte er noch, es brauche keinen "Rettungsplan für die Banken“. Nur wenige Tage später markierte die Pleite der Constantia Privatbank (sie löste auch die Krise der Immofinanz und die Buwog-Affäre aus) den Anfang einer Reihe von staatlichen Rettungsaktionen.

Die Panik breitete sich von den Börsen über die Chefetagen der Notenbanken bis zu den Sparern aus und zwang auch die heimische Politik zu raschem Handeln.

Schon im Oktober 2008 wurde eilends, noch unter dem scheidenden SPÖ-Kanzler Alfred Gusenbauer, ein bis zu


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