Schläge, Koks, Sex, und ein Video


Bericht: Florian Klenk
Politik | aus FALTER 38/13 vom 18.09.2013

Misshandlung vor laufender Kamera, Verdacht auf Kokainpartys und sexuelle Ausbeutung von Insassinnen: Die Justiz bagatellisiert schwere Übergriffe im Gefängnis

Am 4. Mai des vergangenen Jahres hatte Revierinspektor Andreas M. einen Häftling in die Krankenstation der Justizanstalt Suben zu begleiten. Es war ein Routinefall, der Häftling aus dem Kosovo protestierte gegen seine Haftbedingungen mittels Hungerstreik. Ein Amtsarzt sollte den Insassen untersuchen.

Ein internes Protokoll vermerkt, dass der Insasse "nicht aggressiv“ gewesen sei, der Revierinspektor war dennoch genervt. Er fesselte dem Insassen die Arme auf den Rücken, dann führte er ihn "mittels Anwendung eines Würgegriffes“ zum Arzt.

Revierinspektor M. wollte sich abreagieren. Er nahm den Gefangenen nicht nur in den Schwitzkasten, er hielt ihm auch noch Mund und Nase zu. Dann ballte er die Faust und "versetzte dem Häftling einen erheblichen Schlag gegen den Hinterkopf“, wie ein Protokoll vermerkt.

Der Insasse wird später

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