Auch John F. Kennedy lobte Hitlers Autobahnen

Politik | Rezension: Sibylle Hamann | aus FALTER 38/13 vom 18.09.2013

Der amerikanische Präsident reiste kurz vor und nach dem Zweiten Weltkrieg durch Deutschland. Was er erlebte, kann man jetzt nachlesen

Biografien bedeutender Persönlichkeiten machen meistens mehr Sinn, wenn man sie von hinten nach vorne liest. Schließlich muss man wissen, wie ein Leben ausgeht, um allem, was vorher passiert ist, rückwirkend Sinn einzuhauchen.

Bei Persönlichkeiten, die ein gewaltsames Ende nehmen, wirkt dieses Phänomen umso stärker. Weil einer Gewalttat immer etwas Schicksalhaftes anhaftet und es für Menschen sehr schwer zu akzeptieren ist, dass hierbei bloß Zufall am Werk gewesen sein könnte.

John F. Kennedy ist für diesen Mechanismus eines der besten Beispiele. Sein früher Tod hat ihn zum Popstar werden lassen. Seit am 22. November 1963 in den Straßen von Dallas die tödlichen Schüsse fielen, existiert ein John-F.-Kennedy-Image, das sich von seinen tatsächlichen Leistungen als amerikanischer Präsident beinahe völlig losgelöst hat.

Im Vorfeld des 50. Jahrestags


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