Mediaforschung  Verführungskolumne

Warum sollen wir mit Schlapfen telefonieren, Herr Jürschick?

Medien | Konstantin Vlasich | aus FALTER 38/13 vom 18.09.2013

Dreiunddreißig Sekunden sprechen 20 Menschen in Plastikschlapfen. Zu sehen ist das in einem Youtube-Video, das seit vergangenem Mittwoch online ist und zu Redaktionsschluss bereits mehr als 135.000 Views aufwies.

Das Video, das die halbe Welt zum Lachen brachte, stammt von der Wiener Werbeagentur PKP-BBDO. Hintergrund: Nur 24 Stunden, nachdem Apple vergangene Woche sein neues iPhone 5c vorgestellt hatte, präsentierte die Agentur aus Österreich eine Parodie auf das bunte Telefon, das technisch rein gar nichts anderes als das jetzige iPhone 5 kann, aber wegen seiner gelöcherten Hülle eben viele Menschen an die Schlapfen von Crocs erinnert. Abgesehen von der Farbe Weiß gibt es das Mobiltelefon nur in grellen Farbtönen: Blau, Grün, Pink und Gelb.

Das Video zeigt Menschen, die mit ihren "iCrocs“ ihre Gesprächspartner am anderen Ende der Leitung begrüßen; ab und zu sitzt dabei jemand auf dem Klo, fährt Fahrrad oder Moped: "No, èa je?“, "Whazzup?“, "Boun jour“, "Hi“, "Hey“, "Hola“, "Salut“, ertönt es dazu.

Max Jürschick, Projektleiter bei PKP-BBDO, sagt: "Da schon nach den ersten Stunden nach der Produktvorstellung Vergleiche zwischen Apples iPhone 5c und Crocs-Schuhen durchs Netz gingen, dachten wir, jetzt müssen wir Eigeninitiative ergreifen.“

Das siebenköpfige Digitalteam der Werbeagentur sammelte bereits in der Mittagspause Ideen für den Dreh. Kurz nachdem sie das Video online gestellt hatten, wurde der Clip auch schon von Crocs geshart - und eroberte von da an die Welt.


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