"Künstler bringen sich nie aus Wut um“

Feuilleton | Interview: Matthias Dusini | aus FALTER 38/13 vom 18.09.2013

Der Maler Arnulf Rainer über Kreativität und Krankheit, Selbstzweifel, Schulschwänzen und die Wirkung von LSD

Der Künstler Arnulf Rainer gehört zu jener Handvoll österreichischer Künstler von internationaler Bedeutung. Bekannt wurde er durch seine gestischen Übermalungen fotografischer Selbstporträts oder fremder Bilder - den eigenständigen Versuch, die Opposition zwischen abstrakter und figurativer Malerei aufzuheben. Zu seinem Œuvre gehört auch die Gemeinschaftsarbeit mit befreundeten Künstlern wie etwa Dieter Roth. 2009 eröffnete in Rainers Heimatstadt Baden bei Wien das Arnulf Rainer Museum, in dem derzeit eine Gegenüberstellung seiner Werke mit jenen des italienischen Künstlers Mario Merz (1925-2003) zu sehen ist.

Falter: Was ist denn das für ein merkwürdiger Gegenstand?

Arnulf Rainer: Den taucht man in Farbe und malt damit.

Es sieht aber aus, als würden Sie sich damit den Rücken kratzen.

Rainer: Nein, ich habe mir mehrere dieser Pfoten zum Malen anfertigen lassen. Ich


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