Schlingernd zwischen Komik und Grauen

Feuilleton | Vorbericht: Joachim Schätz | aus FALTER 38/13 vom 18.09.2013

Zwei Wiener Kinos feiern den großen Popsatiriker und Monster-liebhaber Joe Dante

Castle of Frankenstein heißt die Zeitschrift, für die der Filmfreak Joe Dante Anfang der 1960er-Jahre zu schreiben beginnt. "Monster Love“ heißt eines der Projekte, für die der Filmemacher Joe Dante 50 Jahre später eine Finanzierung zu finden versucht. In der Zwischenzeit hat er die "Gremlins“ (1984) zum Leben erweckt, den Werwolf entstaubt ("The Howling“, 1981) und den "Piranha“ (1979) zum satisfaktionsfähigen Kinoungeheuer befördert.

Das beklemmendste Horrorszenario, das Joe Dante je gedreht hat, spielt sich aber vor einem Fernseher ab: Ein Mann fläzt nach der Arbeit faul vor dem Apparat, als plötzlich zwei Filmkritiker in einer Kultursendung sein Leben zu verreißen beginnen. Statt Aufregung und Leidenschaft, mokieren sich die beiden, gebe es darin nur schale Routine.

Einzig das Ende seiner Durchschnittsexistenz empfindet einer der Kritiker als gelungene Überraschung: ein Herzinfarkt vor


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