Neue Platten

Feuilleton | aus FALTER 38/13 vom 18.09.2013

Pop

Son Of The Velvet Rat: Firedancer

Der Steirer Georg Altziebler setzt samt Formation Son Of The Velvet Rat die beeindruckende Serie eindringlicher Alben mit dunkel getönter Songwritermusik fort. Nach den im Americana-Fach beheimateten und teils in Amerika entstandenen Platten "Playground“, "Loss & Love“, "Animal“ und "Red Chamber Music“ drückt er in einigen der neuen Stücke jedoch aufs Gas und überrascht mit forschen Rhythmen. Auch sonst sucht er erfolgreich nach neuen Klangfarben, was sich etwa in melancholischen Bläsersätzen manifestiert. (Monkey) sf

Live: 25.9., 20.30, Porgy

Pop

Willis Earl Beal: Nobody Knows

Den Beginn des Albums bestreitet Willis Earl Beal a cappella. Das passt, ist die Stimme doch das zentrale Instrument des US-Künstlers: samtweich und gleichzeitig doch voluminös, traurig und intensiv. Sein letztjähriges Debüt "Acousmatic Sorcery“ war noch im Homerecording-Verfahren entstanden, dem Nachfolger ließ er jetzt eine professionelle Produktion angedeihen. Im Grenzbereich von Gospel, Soul, Indie-Songwritertum, Blues und Pop mit Kunstanspruch angesiedelt, ist das Ergebnis bisweilen fast zu gediegen, meist aber schlichtweg sehr schön. (HXC) gs

Klassik

Andreas Ottensamer: Portraits

Mit 22 wurde Andreas Ottensamer Soloklarinettist bei den Berliner Philharmonikern; jetzt, zwei Jahre später, ist sein erstes Album erschienen. Im Mittelpunkt stehen drei große Klarinettenkonzerte von Copland, Spohr und Cimarosa, die Andreas Ottensamer geschickt mit Bravourstücken von Gershwin, Debussy und Amy Beach verbindet. Das klingt mal lässig groovig, mal lyrisch, mal virtuos, mal schwer romantisch; stets wunderbar begleitet vom Rotterdam Philharmonic Orchestra unter Yannik Nézet-Séguin. (DG) mda

Live: 30.9., 19.30, Musikverein (Brahms-Saal)


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