Groove ohne Grenzen

Feuilleton | Porträt: Florian Obkircher | aus FALTER 38/13 vom 18.09.2013

Das Londoner Kunstschultrio Factory Floor baut Brücken zwischen Disco, Krautrock, Industrial und Postpunk

Kein Ton, kein Schlag, kein Akkordwechsel zu viel. Nur wenige junge Acts beherrschen die Kunst der Reduktion so gekonnt wie Factory Floor. Genauer gesagt: nur wenige Bands. Denn auch wenn die Musik der Londoner oft im Elektronikfach landet, handelt es sich bei Factory Floor doch um ein waschechtes Trio der Marke "alles handgespielt“.

Das fällt gerade bei Konzerten besonders ins Gewicht. Das Schlagzeug hämmert hypnotisch, der Gesang ist spärlich und verhallt, der Synthesizer blubbert stur dahin. Jedes Stück baut sich minutenlang auf, jeder schier ewig hinausgezögerte Kurswechsel sorgt für einen Moment intensiver Erregung.

Man kennt dieses Gefühl von verschwitzten Clubnächten. Factory Floor übertragen es auf die Konzertbühne. Kein Wunder also, dass das New Yorker Label DFA vor drei Jahren auf die Band aufmerksam wurde und jetzt auch ihr schlicht "Factory Floor“ betiteltes


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