Nüchtern betrachtet 

Wie ich es mal toll fand, ein Österreicher zu sein

Feuilleton | aus FALTER 38/13 vom 18.09.2013

Im Traum bin ich unlängst von einem komplett zugekoksten Barack Obama über Nepal aus einer Hercules-Maschine getreten worden und in einen riesen Schneehaufen gestürzt, den der Yeti gerade zusammengeschippt hatte. Der Yeti war sichtlich sauer. In der Gegenwart von sauren Typen, deren Sprache ich nicht verstehe, fühle ich mich ganz generell eher unwohl. Superunrund machte mich der grantige Yeti, weil meine Zündhölzer nass geworden waren, mit denen ich die blutdrucksenkenden Zigaretten anzustecken gedachte, die ich während meines Sturzes glücklicherweise nicht verloren hatte. Ich hasse es, übellaunige Yetis pantomimisch um Feuer bitten zu müssen! Vor Aufregung bin ich aufgewacht und habe sofort meine Betablocker eingeworfen.

In der wirklichen Wirklichkeit ist mir in der Ukraine der Pass gestohlen worden, was mich zur Kontaktaufnahme mit den örtlichen Behörden nötigte. Pest oder Cholera? Cholerischer Yeti oder phlegmatischer Polizist? Das sind Fragen, die man nicht gestellt kriegen


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