Im Wiener Stiefellager

Stadtleben | Probetraining: Konstantin Vlasich | aus FALTER 38/13 vom 18.09.2013

Training ohne Drillsergeant: Wiens Innenstadt wird zum Boot Camp

Als "Boot Camp“ bezeichnen die US-Amerikaner die ersten Ausbildungswochen bei der Army, gleichzusetzen mit der Grundausbildung bei unserem Heer. Mitunter schicken amerikanische Eltern ihre bösen Kinder in Boot Camps, wo sie gezwungenermaßen lernen zu gehorchen und sich sportelnd und mit dem Gedanken schon längst bei der Flucht durch den Dreck wühlen müssen. Und all das, um Manieren zu lernen - die amerikanische Hardcore-Form der Benimmschule. In Morton Rhues Buch "Boot Camp“ wird einem Jugendlichen durch dieses Horrorszenario eine Hirnwäsche verpasst.

In Wien schicken Eltern oder Erwachsene ihre Kinder in die traditionelle Manierenschule und sich selbst ins Boot Camp. Das dortige Workout soll stark machen für den Berufsalltag, man wird zum Grenzgänger im sportlichen Bereich - also eher nicht so wie in Morton Rhues Buch, in dem Jugendliche während Wehrsportübungen in die Verzweiflung gedrillt werden.

Wien Innenstadt,


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