Wo die Betten atmen

Steiermark | Zentrumsbericht: Maria Motter | aus FALTER 38/13 vom 18.09.2013

Die Versuchsanordnung "Close Link“ ist ein zentrales Projekt im Festivalzentrum des steirischen herbst und geht ans Existenzielle

Jazz tönt durch den Gang, dazu ein permanentes, elektronisches Tuten. Durch eine große Glasfront erblickt man zwei Krankenbetten. Das Wiener Künstlerduo hoelb/hoeb hat in das diesjährige Festivalzentrum des steirischen herbst, das im ehemaligen Zollamtsgebäude in der Nähe des Grazer Hauptbahnhofs untergebracht ist, einen besonderen White Cube gesetzt - eine Intensivstation.

Sie ist das Herzstück des Projekts "Close Link“. Thomas Schelischansky, Oberpfleger am LKH Graz, schließt gerade die Infusionsgeräte an und zeigt den Künstlern Barbara Hoelbling und Mario Hoeber, wo die Schläuche der Spritzenpumpen verlegt werden können. Nebenan hebt und senkt sich der Überzug eines Intensivbetts, so als würde dieses Bett atmen. Wo ist man hier hineingeraten?

Hoelbling und Hoeber wollen mit ihrem Projekt Beziehungssysteme erforschen, in denen einer der Partner


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